# moment! - Initiative für emanzipatorische Bildung
 
 
 
 
 
 
 
 


Theater der Unterdrückten
Grenzen öffnen, bewegen, überwinden

Zeit: Freitag, 23. Februar 2018, 17 bis 21 Uhr
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Februar 2018, 10 bis 19 Uhr
Ort: Köln (der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)
Leitung: Hannah Wolf und Till Kühnhausen

Veranstaltet von: moment! Intitiative für emanzipatorische Bildung in Zusammenarbeit mit transformativ action

Grenzen werden aufgebaut, abgeschafft, neu gezogen und wieder durchbrochen. Wir profitieren von ihnen und wir prallen an ihnen ab. Sie tragen verschiedene Gesichter und sind für jede*n unterschiedlich spürbar. Und sie sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig.
Menschen werden ausgegrenzt, weil sie nicht den "richtigen" Pass haben, die Mieten in den Innenstädten nicht mehr bezahlen können oder nicht der vermeintlichen "Leitkultur" entsprechen. Rassistische, sexistische oder homophobe Äußerungen sind nicht nur in den sozialen Medien salonfähig geworden und entgrenzen zunehmen den gesellschaftlichen Diskurs. Staatliche Überwachung und das Sammeln von Daten wirken unbegrenzt während Nationalstaaten eingemauert, eingezäunt und mit militärischer Gewalt verteidigt werden. Die Wirtschaft folgt unbeirrt dem Dogma des stetigen Wachstums und die Werbung beschwört den grenzenlosen Warenfluss. Umwelt und Klima mahnen ihrer natürlichen Grenzen.
Neben den objektiven Grenzen erschaffen wir uns jedoch nicht zuletzt auch unsere eigenen Grenzen, zum Beispiel durch Leistungsstreben und Perfektionismus.
Doch überall, wo es Grenzen gibt, gibt es auch Menschen, die dagegen Widerstand leisten, sie zu überwinden suchen und Alternativen leben.

Das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal bietet uns Wege, uns nicht nur kognitiv mit Grenzen auseinanderzusetzen, sondern deren Wirkung und Alternativen für uns und andere erfahrbar zu machen. An einem Wochenende wollen wir unterschiedliche Grenzen mit euch untersuchen, öffnen und bewegen.

Und wir möchten andere Menschen erreichen. Wir würden uns wünschen, mit allen Interessierten im Anschluss an das Wochenende in einer festen Gruppe weiterzuarbeiten - Ziel ist eine öffentliche Aktion oder Aufführung.

Bei Bedarf kann der Workshop zweisprachig (deutsch, englisch) gestaltet werden. Er richtet sich an alle, die sich mit unterschiedlichen Formen von Grenzen konfrontiert sehen. Wir möchten ausdrücklich auch Menschen einladen, die erst seit kurzem in Deutschland leben!

Kosten

Einen festen Teilnahmebeitrag gibt es nicht. Wir freuen uns aber über Spenden für unsere Unkosten. Am Geld soll die Teilnahme aber in keinem Fall scheitern!

Anmeldung

Um besser planen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung per Mail (