Wochenendworkshop zur Antirassistischen Bildung

Zeit: Freitag, 15. bis Sonntag, 17. Mai
Ort: Uni Köln
Referentinnen: Maryam Mohseni und Magdalena Kißling
In Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung der Humanwissenschaftlichen Fakultät (StAVV)

Dokumentation

Eine ausführliche Dokumentation des Seminars findet ihr hier. [pdf, 1,1mb]

Literatur

Eine Literaturliste zum Seminar findet ihr hier. [pdf, 74kb] Die im Seminar verwendete Literatur ist unterstrichen.

Ankündigungstext

"Wo kommst du denn her?"
"Du sprichst aber gut deutsch!"
Was bewirken wir eigentlich mit diesen alltäglichen Floskeln bei unserem Gegenüber? Und welche Rolle spielen diese Äußerungen?
Eine aus Interesse gestellte Frage kann für jemanden mit Rassismuserfahrung als Herabwürdigung aufgefasst werden. Alltägliche Situationen wie diese wollen wir in unserem Seminar zur Grundlage einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen Rassismus machen.

Was ist Rassismus? Welche Formen nimmt er an? Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt er? Welche Auswirkung hat Rassismus auf einen selbst sowie auf die eigene Rolle als Pädagogin/Pädagoge? Je nach Verständnis von Rassismus lassen sich ganz unterschiedliche Konsequenzen für die Praxis ziehen. Wenn Rassismus nicht als das Problem der/des EinzelneN gesehen wird, kann es in der Folge nicht darum gehen, das "falsche Bewusstsein" des Individuums zu korrigieren. Die antirassistische Bildung begreift Rassismus als ein gesellschaftliches Ordnungsprinzip, das sich durch alle Bereiche des Lebens zieht - von alltäglichen Interaktionen über institutionelle Organisationen bis hin zur Wissenschaft. Diesen Ansatz wollen wir zur Grundlage des Workshops machen.
Gemeinsam wollen wir uns mit Rassismuserfahrungen von Betroffenen beschäftigen. Aufbauend auf dieser persönlichen Auseinandersetzung wollen wir versuchen, den diffusen Begriff Rassismus mit Inhalt zu füllen, indem die spezifischen Merkmale und Funktionsweisen des Phänomens herausgearbeitet werden. Letztlich soll es darum gehen, die eigene Rolle innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung wahrzunehmen und zu reflektieren.

Uns geht es um eine theoriegestützte Praxis. Ziel ist es, einen Raum für eine selbst- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung zu schaffen und uns für das alltägliche Phänomen Rassismus zu sensibilisieren.