Krise der Finanzmärkte - Krise des Kapitalismus?

Zeit: Freitag, 20. bis Sonntag, 22. März
Ort: Münster
Referenten: Dietmar Ilsen und Till Kühnhausen
In Zusammenarbeit mit noya - Network of young altermondialists

Im Seminar verwendete Materialien

  • "Money as Debt" mit deutschen Untertiteln bei Google Video (zum Anschauen oder Herunterladen).

VertreterInnen des bisherigen Systems

KritikerInnen des Neoliberalismus

AntikapitalistInnen

Ankündigungstext

Etwas ist faul im Staate Island... – nur was genau? Als eine der vielen Folgen der aktuellen Finanzkrise wurde unlängst die isländische Regierung von der wütenden Bevölkerung zum Rücktritt gezwungen. Doch nicht nur dort zeigen sich schon jetzt die massiven wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise. Und nicht nur in Island formiert sich aus unterschiedlichsten Richtungen Kritik am „Finanzkapitalismus“ und seinen Akteuren. Die Stoßrichtung der Kritik ist dabei sehr unterschiedlich: Prangern die einen hauptsächlich zu hohe Managergehälter und die „Gier“ einzelner Banker an, sehen die anderen in der Krise der Finanzmärkte eine grundsätzliche Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Mehr denn je entsteht in dieser Situation die Notwendigkeit, aktiv zu werden. Doch es ist gar nicht einfach, den richtigen Ansatzpunkt für Kritik und Protest zu finden.
In unserem Seminar wollen wir dafür die Voraussetzungen schaffen. Dazu werden wir zunächst, unabhängig von der aktuellen Krise, einige grundlegende Zusammenhänge darstellen: Was ist Geld und wie funktioniert das Bankensystem? Was sind Finanzmärkte überhaupt? Wer sind die Akteure auf diesen Märkten? Und was ist ihre volkswirtschaftliche Funktion und ihre Bedeutung im Kapitalismus? Im Anschluss daran wollen wir uns dann der aktuellen Krise der Finanzmärkte zuwenden. Wie kam es zu dieser Krise und was sind ihre Ursachen? Wo liegen die Risiken, was sind die Gefahren? Ist eine Krise der Finanzmärkte wirklich eine Krise des Kapitalismus? Und wie sind die unterschiedlichen Vorschläge zu bewerten, den (Finanz-)Kapitalismus zu retten?
Zum Abschluss des Seminars wollen wir gemeinsam versuchen, unsere Kritik zu formulieren, Möglichkeiten wirksamen Protests diskutieren und direkt auch Aktionen planen.
Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Und obwohl es auch darum geht, einiges an Informationen zu vermitteln, soll das Seminar keine reine Informationsveranstaltung werden. Wichtig ist es uns daher, viel Raum für Fragen und Diskussionen zu schaffen.